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Ich habe im Herbst 2019 in der krebsberatung berlin ein 240-Stunden-Praktikum für mein Studium (Bachelor Psychologie) gemacht. Auf die Beratungsstelle bin ich auf der Suche nach einem möglichen Praktikumsplatz gestoßen, bei einer Recherche nach psychosozialen Anlaufstellen für Krebskranke. Was die Beratungsstelle einzigartig macht ist das Konzept der eigenen Erfahrung einer Krebsdiagnose und/oder der Begleitung einer nahestehenden Person, welche alle Beraterinnen als vorausgesetzte Erfahrung mitbringen.

Meine Erfahrung mit diesem Thema ist meine eigene Erkrankung im Jahr 2016. Unmittelbar nach meiner Krebsdiagnose habe ich das Studium der Psychologie angefangen. Aus der Zeit meiner Erkrankung kenne ich den Umgang mit mir und mit anderen Betroffenen. Bei der krebsberatung berlin habe ich erlebt: Gleich welche Krebsdiagnose, in welchem Stadium und mit welcher Prognose, es fand immer ein Gespräch zwischen Klientin und Beraterin auf Augenhöhe statt, was für mich eine spannende und bekräftigende Erfahrung darstellte. Für mich war es eine bereichernde Erfahrung, dass meine Erkrankung auch eine Qualifikation darstellen kann.

Für erste praktische Erfahrungen ist die krebsberatung berlin ein sehr passender Ort. Über die Arbeit in den telefonischen Sprechzeiten sind erste Kontakte zu KlientInnen, sowie ein Überblick des psychoonkologischen Netzwerks in Berlin möglich. In der Hospitation lernt Frau/Mann die unterschiedlichen Beratungsmöglichkeiten und -stile durch verschiedene Beraterinnen kennen.

Besonders gut aufgehoben fühlte ich mich durch die Nachbesprechungen bzw. der Reflexion nach jeder Hospitation. Meine Perspektive wurde wertgeschätzt und ich konnte so auch meine Aufmerksamkeit in der nächsten Hospitation verändern. Auch bei schwierigeren Schicksalen wurde ich im Nachhinein gut aufgefangen und konnte beruhigt nach Hause gehen.